Baugeschehen

 
 

Ausstellung gefällt und geht auf Tour

Schautafel: Fabrikreste und alte Kanäle

Rund hundert Bilder aus zehn Jahren – die Ausstellung “Neuschlößer Ansichten der Sanierung” war in der Mitgliederversammlung des Altlastenvereins zum ersten Mal zu sehen. Anwohner und Sanierer hatten zahlreiche Motive zur Verfügung gestellt. Projektbeirat und Verein suchten aus und sortierten das Material. So sind insgesamt 14 Schautafeln entstanden, professionell aufbereitet.

“Ach ja, das gab’s ja auch”, viele Neuschlößer nutzten die kleine Schau, um die Sanierung Revue passieren zu lassen. Vor allem die freigelegten unterirdischen Kanäle beeindruckten; nur wenige Anwohner hatten während der Arbeiten einen Einblick darauf. Auch die Gärten, zusammen- und drei Meter tiefer gelegt, gehörten zu den viel beachteten Motiven.

Es zeichnet sich ab, dass die Ausstellung von Projektbeirat und Altlastenverein auf Tour gehen wird. Aktuell laufen Gespräche mit der Stadtverwaltung. Auch die Sanierer der HIM-ASG haben ihr Interesse bekundet.

Schautafel: Staubschutz

Schautafel: Staubschutz

Die Baustelle zum Jahresbeginn

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Zahlen und Fakten

Zwischenbilanz nach drei Sanierungsabschnitten und einem vorangegangenen Pilotteil: Das Regierungspräsidium hat eine bedruckende Zahlensammlung auf einem Faktenblatt zusammengestellt. Lesen Sie, wie viele Sattelzüge mit vergifteter Erde bisher Neuschloß verlassen haben oder wie viel vom Schwermetall Arsen aus dem Grundwasser gefiltert wurde.
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Mitgliederversammlung in der Presse

Der Südhessen Morgen beschreibt zunächst die Stimmung unseres Treffens: “Das Interesse an der Mitgliederversammlung des Vereins Altlasten Neuschloß war rege. Dennoch blieben Fragen und Kritik aus den Reihen der von der Sanierung betroffenen Anwohner Mangelware. Ein Zeichen für allgemeine Zufriedenheit? Das mochte der unvoreingenommene Beobachter so sehen.” Diese Einschätzung bezieht sich auch auf die Entwürfe der Abrechnungen zur Wiederherstellung, die in diesen Tagen an einige Eigentümer von bereits sanierten Grundstücken verteilt wird.

Bei einem Thema allerdings bleiben wir laut: Ein “heißes Thema”, so der Südhessen Morgen, bleibt laut Carola Biehal der Sodabuckel.
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Sachstand der Sanierung

Ende Mai 2009 ist die Bodensanierung im dritten Abschnitt im Linden-, Erlen- und Buchenweg abgeschlossen. Obwohl die Arbeiten hier schwierig sind, gibt es bisher keine großen Probleme. Ein Überblick über den Stand der Dinge.
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Der Lindenweg ist wieder (teilweise) offen

Lindenweg teilweise offenDer Lindenweg ist wieder für Fußgänger und Radfahrer offen. Der Gehweg auf der westlichen Seite ist passierbar. Und für Autofahrer ist nun die Einmündung in den Wacholderweg frei. Gesperrt ist noch für Autos der Abschnitt zwischen Wacholder- und Kiefernweg, weil dort auf der östlichen Seite die Vorgärten saniert werden. (Siehe auch unsere interaktive Karte)

[Update: Inzwischen ist der Lindenweg wieder frei; gesperrt ist dafür nun der Erlenweg.]

Gleichzeitig habe die Arbeiter einen provisorischen Fußweg gebaut, der im Buchenweg beginnt und durch die Lindenweg-Gärten führt. Über den alternativen Zugang können die Bewohner über die Rückseite in ihre Häuser gelangen.

Die Arbeiten zwischen Linden-, Buchen und Erlenweg sind besonders aufwendig, weil dort ein Wall liegt, der keine schweren Baufahrzeuge aushält. Zudem sind viele Häuser direkt in den Hügel gebaut – der Eingang ist vorne im Erdgeschoss, die Terrasse hinten im ersten Obergeschoss.

Der Ärger mit der Wiederherstellung

Öde Baustelle: Die Wiederherstellung dauert oft länger als geplant.Nun wissen wir, warum Anwohner oft viele Monate darauf warten müssen, dass sanierungsbedingte Schäden an ihren Häusern beseitigt werden, dass es in ihre wieder aufgebauten Garagen nicht reinregnet oder dass sie überhaupt ihr Grundstück bearbeiten dürfen: Im Baugewerbe gibt es lange Lieferzeiten, und die Anwohner sind zu anspruchsvoll. So scheint das jedenfalls das Bürgerbüro zu sehen, liest man eine Information, die sich als Osterüberraschung in Neuschlößer Briefkästen fand. Keine Rede ist dort dagegen von offenkundig fehlender interner Abstimmung der Sanierer, in Entscheidungen übergangenen Anwohnern und schlechter handwerklicher Arbeit. Schuld sind immer die anderen. Der Projektbeirat Altlasten Neuschloß (PAN) weist diese Darstellung entschieden zurück – und zeigt mit Beispielen, warum sie nicht haltbar ist.

Dass die Umstände der Wiederherstellung überhaupt zum Thema werden, muss nicht unbedingt etwas mit der Sorge um die Zufriedenheit der Anwohner zu tun haben – auch wenn die Verantwortliche der HIM-Sanierungsgesellschaft, Birgit Schmitt-Biegel, sagt, sie lege wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Betroffenen. Wir haben den Eindruck, nicht minder wichtig aber ist den Verantwortlichen eine gute Presse.
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Leben im Schwarzbereich

Ist ein Grundstück zum Schwarzbereich erklärt (wie zuletzt die erste Baustelle im dritten Abschnitt), läuft dort die entscheidende Phase der Sanierung. StegDann wird die vergiftete Erde ausgehoben und in Lastwagen auf auswärtige Deponien abtransportiert. Für die Bewohner der betroffenen Grundstücke bedeutet das zahlreiche Einschränkungen. Alles, was sie auf ihrem Grundstück noch betreten dürfen, ist ein Steg von der Straße zur Haustür. Zudem müssen sie sämtliche Fenster während der Arbeit auf der Baustelle (also in der Regen von morgens, 7 Uhr, bis abends 18 Uhr, manchmal bis 20 Uhr) geschlossen lassen. Auch kurzes, neugieriges Rausschauen ist verboten.
(Zum Ablauf der Arbeiten siehe auch unsere Fotostrecke Sanierung in Bildern.)
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Alle Kinder aufräumen…

…sagen die Erzieherinnen im Kindergarten, wenn der Tag vorbei ist. Durch Neuschloß schallt ein ähnlicher Ruf: Die Sanierer, mit ihrer Arbeit am Ende des zweiten Bauabschnitts angelangt, räumen auf. Im Wacholderweg verschwinden Ausweich-Parkplätze und die große Bereitstellungsfläche, im Ulmen- und Buchenweg wird der Straßenbelag herausgeputzt.

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Bilder: Michael Bayer

Das nackte Schloss

Wer auf der Landesstraße fährt, kann nun vor dem Wahrzeichen des Stadtteils – dem Schloss – die Spuren der Sanierung sehen. Bauarbeiter funktionieren die frühere Grünfläche davor um zu einer Beistellungsfläche. Die gewohnten Bäume und Büsche sind schon verschwunden; die Bushaltestelle ist verlegt.

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Bilder: Michael Bayer

Bitte mitreden!

BodenaustauschMitte Mai 2007 sind die großen Arbeiten im zweiten Sanierungsabschnitt fast erledigt. Noch läuft der Bodenaustausch in der vorletzten Einzelbaustelle des Abschnitts im Lindenweg. Im Buchenweg und im Ulmenweg ist die Wiederherstellung dran. Das heißt: Die Baufirmen bringen den Boden auf die ursprüngliche Höhe, errichten Garagen wieder, legen Gartenwege an und bringen Rollrasen aus. Viele Anwohner verfolgen die Arbeiten mit zwiespältigen Gefühlen: manches begeistert, anderes nervt. Wie sehen Sie als Betroffene die Sanierung? Reden Sie hier mit!

Bitte registrieren Sie sich zum Mitdiskutieren (Hilfe hier). Wir freuen uns!

Sanierung in Bildern

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Bilder: Erich Mosbach (19), Michael Bayer (4)