Monatsarchiv für März 2008

 
 

Wenn die Wiederherstellung nicht klappt…

WiederherstellungDie großen rechtlichen Fragen des Altlastenprojekts haben wir mit dem Sanierungsvertrag beantwortet. Aber spätestens wenn es darum geht, dass die Baufirmen nach dem Bodenaustausch die abgerissenen Nebengebäude, Wege oder Grünanlagen wieder herstellen, gibt es oft Ärger. Und manchmal fragen sich die Grundstücksbesitzer: Müssen wir uns das eigentlich gefallen lassen? Sollten Sie solche Probleme haben, können Mitglieder genau diese Frage nun dem Rechtsfachmann des Altlastenvereins stellen.

Anwalt Christoph Kneissl wird im Rahmen von Sprechstunden juristisch Stellung nehmen. Der nächste Termine ist am Mittwoch, 11. Juni, von 19 Uhr an im Nebenzimmer des Neuschlößer Bürgersaals, Ahornweg 1. Für dringende Fälle sind zudem Gespräche im Rahmen der Vereins-Mitgliederversammlung am Donnerstag, 15. Mai, möglich, zu der Kneissl ebenfalls erscheint. Bitte melden sie sich kurz an, am besten per E-Mail: verein [at] altlast-neuschloss.de.

Probleme können Sie (vielleicht) vermeiden, wenn Sie folgende Tipps beachten.
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Der Ärger mit der Wiederherstellung

Öde Baustelle: Die Wiederherstellung dauert oft länger als geplant.Nun wissen wir, warum Anwohner oft viele Monate darauf warten müssen, dass sanierungsbedingte Schäden an ihren Häusern beseitigt werden, dass es in ihre wieder aufgebauten Garagen nicht reinregnet oder dass sie überhaupt ihr Grundstück bearbeiten dürfen: Im Baugewerbe gibt es lange Lieferzeiten, und die Anwohner sind zu anspruchsvoll. So scheint das jedenfalls das Bürgerbüro zu sehen, liest man eine Information, die sich als Osterüberraschung in Neuschlößer Briefkästen fand. Keine Rede ist dort dagegen von offenkundig fehlender interner Abstimmung der Sanierer, in Entscheidungen übergangenen Anwohnern und schlechter handwerklicher Arbeit. Schuld sind immer die anderen. Der Projektbeirat Altlasten Neuschloß (PAN) weist diese Darstellung entschieden zurück – und zeigt mit Beispielen, warum sie nicht haltbar ist.

Dass die Umstände der Wiederherstellung überhaupt zum Thema werden, muss nicht unbedingt etwas mit der Sorge um die Zufriedenheit der Anwohner zu tun haben – auch wenn die Verantwortliche der HIM-Sanierungsgesellschaft, Birgit Schmitt-Biegel, sagt, sie lege wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Betroffenen. Wir haben den Eindruck, nicht minder wichtig aber ist den Verantwortlichen eine gute Presse.
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Verein: Mitgliederversammlung am 15 Mai

Der Verein Altlasten Neuschloß lädt ein zu seiner ordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, 15. Mai, 19.30 Uhr, in der Gaststätte „Kurpfalz“, Lampertheim-Neuschloß, Forsthausstraße 7.
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Leben im Schwarzbereich

Ist ein Grundstück zum Schwarzbereich erklärt (wie zuletzt die erste Baustelle im dritten Abschnitt), läuft dort die entscheidende Phase der Sanierung. StegDann wird die vergiftete Erde ausgehoben und in Lastwagen auf auswärtige Deponien abtransportiert. Für die Bewohner der betroffenen Grundstücke bedeutet das zahlreiche Einschränkungen. Alles, was sie auf ihrem Grundstück noch betreten dürfen, ist ein Steg von der Straße zur Haustür. Zudem müssen sie sämtliche Fenster während der Arbeit auf der Baustelle (also in der Regen von morgens, 7 Uhr, bis abends 18 Uhr, manchmal bis 20 Uhr) geschlossen lassen. Auch kurzes, neugieriges Rausschauen ist verboten.
(Zum Ablauf der Arbeiten siehe auch unsere Fotostrecke Sanierung in Bildern.)
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Der Dioxinwall verschwindet bald

07-dioxinhuegel1.jpgEine wichtige gute Nachricht besonders für jene Neuschlößer, die direkt am Sodabuckel wohnen: Der Dioxinwall wird nun doch nicht erst mit der Gesamtsanierung des Sodabuckels beseitigt, sondern schon früher. Stadt und Land haben sich darauf verständigt, die wahrscheinlich größte Gefahr, die von der gesamten Ablagerung ausgeht, schon während der Sanierung der angrenzenden bewohnten Grundstücke zu beseitigen – also voraussichtlich im Jahr 2010. Der Einigung vorangegangen sind zahlreiche Gespräche des Projektbeirats und des Vereins Altlasten Neuschloß hinter den Kulissen, unter anderem mit dem hessischen Umweltministerium, dem Regierungspräsidium, dem Kreisgesundheitsamt, der Stadtverwaltung, den Sanierungsplanern und politischen Vertretern von Ortsbeirat, Stadt und Land. (Zum Sodabuckel siehe auch unsere Fotostrecke Blick hinter den Zaun.)
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Pressegespräch zur Dioxinwall-Lösung

Der Dioxinwall verschwindet bald” – Land und Stadt sind sich einig geworden, und der Projektbeirat denkt, seinen Beitrag dafür geleistet zu haben. Wir haben darüber die Presse informiert – und nach dem Gespräch finden sich Beiträge dazu in den Zeitungen.

Oliver Lohmann schreibt in der Lampertheimer Zeitung: “Die Neuschlösser, die am Dioxinwall wohnen, können aufatmen: In zwei Jahren wird der Gifthügel hinter ihren Gärten abgetragen. Carola Biehal, Sprecherin des Projektbeirats Altlasten Neuschloß (PAN), und PAN-Pressesprecher Michael Bayer sind erleichtert: Der Kampf der Neuschlösser für die baldige Beseitigung des Dioxinwalls am Südrand des Sodabuckels war erfolgreich.” In Bezug auf die komplette Sanierung des Sodabuckels sei “die Stadt ist bereits aktiv geworden und hat Geld in den Haushalt eingestellt, um die Planung angehen zu können. Wohl nicht zuletzt auf Druck des PAN”.

Der Südhessen Morgen berichtet kurz: “Jetzt ist eine Lösung gefunden worden: Der Sodabuckel selbst soll die hochgiftige Fracht aufnehmen. Damit werden die Eigentümer der direkt angrenzenden Grundstücke entlastet. Die Vorsitzende des Projektbeirats Altlasten (PAN), Carola Biehal, machte gestern auf Anfrage deutlich, dass es sich dabei keineswegs um eine optimale, wohl aber um eine akzeptable Lösung handele.”

Einen Tag später ergänzt die Zeitung, “eine Beibehaltung des Status quo [hätte] bedeutet, dass die Bewohner des Buchenwegs, der an den Sodabuckel grenzt, auf unabsehbare Zeit mit der Dioxingefahr hätten leben müssen. ‘Das wäre uns allen zu unsicher gewesen’, unterstrich die PAN-Vorsitzende Carola Biehal bei einem Pressegespräch. In Briefen an die Stadtverordneten hatte der Projektbeirat um öffentliche Aufmerksamkeit für die schwierige Situation in Neuschloß gerungen. ‘Wir haben nicht locker gelassen’, sagt Biehal heute.

Schließlich überzeugt der Tip mit kenntnisreicher Berichterstattung; die Anzeigenzeitung übernimmt den Beitrag unserer Webseite. Das Ergebnis ist zu sehen auf Seite 15 (pdf-Datei).

Arbeiten im dritten Abschnitt beginnen

Neues Jahr, neuer Sanierungsabschnitt: Die Arbeiten zwischen Linden-, Buchen und Erlenweg haben begonnen.

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Bilder: Michael Bayer