Einladung zur Mitgliederversammlung

Unsere Grundstücke sind saniert – doch ganz los sind wir die Hinterlassenschaften der 1927 geschlossenen Chemischen Fabrik Neuschloß noch nicht. Im Wald hinter dem Buchenweg liegt auf dem Sodabuckel weiter hochgiftiges Material – und die von der Stadt initiierte Sanierung stockt.

Zugleich ist das Versuchsfeld im Ulmenweg für die verbesserte Grundwassersanierung fast fertig aufgebaut. Damit kommt das Pilotprojekt der Universität Heidelberg in die heiße Startphase. An einem Gelingen muss uns allen gelegen sein, damit auch künftige Generationen unbesorgt ihr Trinkwasser im Bürstädter Wald zapfen können.

Genug Themen also, um wieder einmal zusammenzukommen – im Rahmen einer Mitgliederversammlung des Vereins Altlasten Neu-schloß. Wir planen sie im Restaurant an der Forsthausstraße 7, das sich jetzt Quattro Mori nennt. Los geht‘s am Donnerstag, 27. November, um 19.30 Uhr. Eingeladen haben wir auch Fachleute der Sanierer von der HIM und der Stadtverwaltung.

Der Vorstand freut sich auf Sie!

Unsere Tagesordnung

1. Begrüßung und Formalia
2. Rückblick
(Erste Vorsitzende Carola Biehal)
3. Sachstand der Sanierung und Wiederherstellung Grundstücke (Vertreter der HIM)
4. Pilotversuch zur Sanierung
des Grundwassers
(Vertreter der HIM)
5. Sanierung des Sodabuckels (Vertreter der Stadt Lampertheim)
6. Verschiedenes

Die Mitgliederversammlung in der Presse

In Neuschloß kann nach den Jahren der Sanierung allmählich wieder Normalität einkehren. Der Schaukasten an Ahornplatz informiert nicht mehr über Schadstoffwerte, sondern die Übungszeiten des lokalen Sportvereins. Und in der Mitgliederversammlung des Altlastenvereins liegen auf den Tischen keine langen Tagesordnungen, wie der Südhessen Morgen aufmerksam feststellt, sondern es stehen dort Kaffeetassen.

Projektbeirat und Altlastenverein wollten die neu gewonnene Normalität in der Gestaltung der Versammlung widerspiegeln. Bei den Besuchern und in der Presse kommt das gut an: “Abwechslungsreich und informativ zugleich”, lobt auch die Lampertheimer Zeitung.

Der Südhessen Morgen erläutert: Die Vorsitzende Carola Biehal und Michael Bayer „machten deutlich, worum es an diesem Tag abgesehen von der Geselligkeit ging: Rückschau, Bestandsaufnahme und Ausblick.“ Dazu habe der Vorstand Gäste eingeladen, die sich in der Materie bestens auskennen: Birgit Schmitt-Biegel und Ulrich Urban von der mit den Sanierungsarbeiten betrauten Firma HIM und Stephan Frech, Mitarbeiter der städtischen Stabsstelle Recht und Bodenschutz. Der SHM hält fest: „Sie ernteten bei dieser Gelegenheit nur Applaus, waren sie es doch, die in den vergangenen Jahren für die Abwicklung der letztlich erfolgreichen Bodensanierung verantwortlich zeichneten.“

Die Lampertheimer Zeitung greift Zahlen auf, die Projektleiter Urban vorstellte: 178.000 Tonnen Bodenmaterial wurden im Laufe der Jahre entnommen, davon 180 Tonnen Blei und 50 Tonnen Arsen. „Das sind enorme Mengen an giftigen Stoffen, die dafür sorgten, dass in Neuschloß eine der größten Altlastensanierungen Deutschlands vonstatten ging“, so der Projektleiter. Fakten auch zum Grundwasser: 2,5 Millionen Kubikmeter Wasser wurden seit Mai 2003 aufbereitet und von Giftstoffen wie etwa 650 Kilogramm Arsen befreit.

Gefallen findet der Südhessen Morgen an einem Film über die Sanierung, der die Mühen Revue passieren ließ, die Verantwortliche und Bewohner über sich ergehen lassen mussten. „Lautes Lachen beim Anblick in Folie verpackter Häuser wechselte sich mit ungläubigem Staunen ab.“

Und natürlich gehen die Journalisten auf die Ausstellung ein, die Projektbeirat und Altlastenverein vorbereitet hatten. Die LZ schreibt: „Von Anwohnern gesammelte fotografische Eindrücke ließen die Erinnerung an eine Zeit voller Holzstege, in Plastik gehüllter Häuser und Straßen aus endlos dunkler Erde wieder aufleben und unter Berücksichtigung der derzeitigen Fertigstellung der Sanierungsarbeiten so manchen Anwohner erleichtert aufatmen.“

Grundwasser gerät ins Blickfeld

Nachdem die bewohnten Grundstücke bald saniert sind, gerät in Neuschloß zunehmend das Grundwasser in den Mittelpunkt des Interesses. “Wir halten es für wichtig, dass die Überprüfung der Grundwassersanierung ergebnisoffen angegangen wird”, sagte Stephan Frech von der Stabstelle Bodenschutz der Stadtverwaltung in einer Diskussion während der Mitgliederversammlung des Altlastenvereins.

Hintergrund: Das Land Hessen erstellt derzeit eine Anaylse, die Kosten und Nutzen der seit Jahren laufenden Grundwassersanierung gegenüberstellt.

Der Projektleiter der Sanierungsfirma HIM-ASG, Ulrich Urban, sagte, die Ergebnisse der Studie würden im Frühjahr veröffentlicht. Zuvor hatte er dargestellt, dass die Wasserreinigungsanlage in Neuschloß große Mengen an Schadstoffen ausfiltert – vor allem das hochgiftige Arsen.

Dieses Arsen im Wasser war ein mit ausschlaggebender Grund, warum vor zehn Jahren die Sanierung auch der Böden überhaupt angegangen wurde, erinnerte die Vorsitzende des Projektbeirats Altlasten Neuschloß (PAN) und Ortsvorsteherin Carola Biehal. “Es wäre unschlüssig, jetzt die Reinigung des Grundwassers nicht weiter zu verfolgen”, fügte sie hinzu.

Der Vorstand des Altlastenverein überlegte in der von Vorstandsmitglied Michael Bayer moderierten Runde, wenn das Ergebnis der Studien sei, dass die Grundwassersanierung gut läuft, spreche nichts gegen eine Fortsetzung. Sinke dagegen der Schadstoffanteil im Grundwasser nicht signifikant, obwohl zugleich große Giftmengen ausgefiltert würden, müssten sogar die Reinigungsarbeiten deutlich intensiviert werden. HIM-ASG-Projektleiter Urban wollte nicht ausschließen, das Letzteres ein Ergebnis der Studie sein könnte.

Zufrieden blickten Sanierer, Stadtverwaltung und Anwohner gemeinsam auf die Sanierung der Grundstücke im Wohngebiet zurück. Der Stadtteil blühe auf – auch weil nach dem Bodenaustausch viele Neuschlößer zusätzlich kräftig aus eigener Tasche in Häuser und Gärten investiert hätten. “Aber”, erinnerte Carola Biehal, “es war nicht immer leicht.” Das gelte auch für die Arbeit der Anwohnervertretung, etwa in Gesprächen mit Behörden und der Stadt.

Optimistisch stimmen Altlastenverein und Projektbeirat die von Stephan Frech präsentierten Pläne für die Sanierung des Sodabuckels. Es handelt sich dabei um eine Abraumhalde der ehemaligen chemischen Fabrik unmittelbar neben dem Wohngelände. Im seitlich ansteigenden Bereich soll eine folienbasierte Sickerwassersperrschicht verhindern, dass Regen tiefliegende Schadstoffe ins Grundwasser schwemmt. Hier werden Sträucher angepflanzt.

Oben entsteht eine Sperre aus mineralischem Material mit dem gleichen Effekt. Hier wird soviel Boden aufgetragen, dass flachwurzelnde Bäume wie Kiefern wachsen können. “Damit bleibt das Erscheiningsbild des Sodabuckels insgesamt in etwa erhalten”, erläuterte Frech.

Projektbeirat und Altlastenverein sehen in der Planung zwei wichtige Forderungen erfüllt: dass es unterirdische Sperrschichten gibt und wieder Wald wächst. Die Arbeiten sollen im Jahr 2014 beginnen.

Ausstellung gefällt und geht auf Tour

Schautafel: Fabrikreste und alte Kanäle

Rund hundert Bilder aus zehn Jahren – die Ausstellung “Neuschlößer Ansichten der Sanierung” war in der Mitgliederversammlung des Altlastenvereins zum ersten Mal zu sehen. Anwohner und Sanierer hatten zahlreiche Motive zur Verfügung gestellt. Projektbeirat und Verein suchten aus und sortierten das Material. So sind insgesamt 14 Schautafeln entstanden, professionell aufbereitet.

“Ach ja, das gab’s ja auch”, viele Neuschlößer nutzten die kleine Schau, um die Sanierung Revue passieren zu lassen. Vor allem die freigelegten unterirdischen Kanäle beeindruckten; nur wenige Anwohner hatten während der Arbeiten einen Einblick darauf. Auch die Gärten, zusammen- und drei Meter tiefer gelegt, gehörten zu den viel beachteten Motiven.

Es zeichnet sich ab, dass die Ausstellung von Projektbeirat und Altlastenverein auf Tour gehen wird. Aktuell laufen Gespräche mit der Stadtverwaltung. Auch die Sanierer der HIM-ASG haben ihr Interesse bekundet.

Schautafel: Staubschutz

Schautafel: Staubschutz

Neuschlößer Ansichten der Sanierung

Der Altlastenverein lädt ein zu einer besonderen Mitgliederversammlung am Samstag, 24. November: Mit einer kleinen Ausstellung schauen wir zurück auf die harten Jahre für Neuschloß. Mit dabei sind Gäste, die die Altlastensanierung geprägt haben. Der durchaus doppeldeutige Titel der Schau: „Neuschlößer Ansichten der Sanierung.“

Projektbeirat und Altlastenverein hatten beobachtet, dass die Anwohner gerne zur Kamera gegriffen haben, als es vor und an Ihren Häusern zur Sache ging. Die Aktiven baten daher im Sommer die Neuschlößer, ihre Schnappschüsse zur Verfügung zu stellen.

Die schönsten Motive ließ der Vorstand professionell aufbereiten – und hat sie zu einer spannenden Ausstellung zusammengetragen. Zu sehen sein wird auch ein Film, in dem Anwohner von ihren Erfahrungen mit der Sanierung berichten.

Während des Treffens wird auch Gelegenheit sein, gemeinsam mit den Fachleuten auf die wenigen verbleibenden Arbeiten im Wohngebiet zu schauen. Zugleich gerät aber auch die anstehende Sanierung des Sodabuckels vermehrt in den Blick.

Rein formal ist die Veranstaltung zugleich die Mitgliederversammlung des Vereins Altlasten Neuschloß. Beginn ist um 14 Uhr im Bürgersaal, Ahornweg 1.

Einladung als Faltblatt (pdf)

Carola Biehal bleibt Vorsitzende im Verein

Carola Biehal bleibt Vorsitzende des Altlastenvereins. Die Mitglieder haben den kompletten Vorstand für zwei weitere Jahre bestätigt. Biehal war einige Tage zuvor im Ortsbeirat zur Ortsversteherin gewählt worden. Sie geht nicht davon aus, dass sich beide Ämter in die Quere kommen könnten: “Die Ziele sind die Gleichen”, sagte sie in der Mitgliederversammlung im Neuschlößer Gasthaus “Kurpfalz”.

Es gelte, jetzt den Sodabuckel nicht aus den Augen zu verlieren. Bürgermeister Erich Maier will mit Blick auf die Finanzlage der Stadt die geplante Sanierung um zwei bis drei Jahre verschieben. “Wir sehen dieser Entwicklung mit Sorge entgegen”, sagte Biehal.

Die Arbeiten im Wohngebiet schreiten derweil voran: Im August soll auf dem letzten Grundstück die Erde ausgetauscht sein, berichtete Ulrich Urban, Projektleiter vor Ort der HIM-ASG. Danach werden noch die Nebengebäude und Gärten errichtet, was sich vegetationsbedingt ins nächste Jahr ziehen kann. Vorsitzende Biehal machte deutlich, dass für den Verein noch das ein oder andere zu tun bleibt: “Die Sanierung ist zu Ende, wenn der Letzte die Rechnung hat und die Wiederherstellung abgeschlossen ist.”

Wenn dann doch alles vorbei ist und sich der Verein auflöst, gibt es für jene Mitglieder, die bis zum Schluss dabei bleiben, eine Belohnung: Die übrig gebliebenen Beiträge werden wieder ausgezahlt. Und damit die Wartezeit nicht ganz so schwer fällt, stimmte die Mitgliederversammlung dem Vorschlag des Vorstands zu, von sofort an auf die Gebühr zu verzichten. “Wir haben eine gute Basis, um noch agieren zu können”, sagte Kassenwart Günter Kirchenschläger, als er die Finanzlage des Vereins darstellte.

Aufmerksam beobachten will der Vorstand den Verlauf und die Ergebnisse der aktuellen Grundwasseruntersuchung. Auf deren Grundlage soll im Herbst entschieden werden, ob und wann die laufende Sanierung eingestellt wird. Es müsse verhindert werden, dass hier vorwiegend aus Sparzwängen heraus entscheiden werde, warnte Biehal.

Der wiedergewählte Vorstand auf einen Blick: Carola Biehal bleibt die erste Vorsitzende, Dr. Günter Weidenauer zweiter Vorsitzender und Michael Bayer dritter Vorsitzender und Pressesprecher. Den Vorstand komplettieren Schriftführerin Gabriele Klos, Kassenwart Günter Kirchenschläger sowie Beisitzerin Helga Irrgang und Beisitzer Horst Irrgang. Das Mandat des Vorstands läuft über weitere zwei Jahre. Der alte und neue Vorstand in Personalunion dankt für das Vertrauen.

Das Who is Who der Altlastensanierung

Promi-Auflauf in Neuschloß beim kleinen Festakt zum Start des vierten Sanierungsabschnitts. Schauen Sie mal, wer dabei war. Hätten Sie alle erkannt?

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Bilder: Michael Bayer

Ausnahmezustand in Neuschloß

Betreten der Baustelle - diesmal erwünscht“Betreten der Baustelle verboten”, gilt üblicherweise für die Baustellen-Bereitstellungsfläche an der Landesstraße. Diesmal verhält es sich genau andersherum: Betreten ist ausdrücklich erwünscht – für die Betroffenen der Altlastensanierung genauso wie für viel Prominenz aus Neuschloß, Lampertheim, Biebesheim, Darmstadt und Wiesbaden. Der Anlass: ein kleiner Festakt in einem Zelt. Eine illustre Runde erklärt den dritten Sanierungsabschnitt feierlich als beendet – und gibt zugleich die Arbeiten für den vierten Teil frei.

Regierungspräsident Johannes BaronRegierungspräsident Johannes Baron ist bis ins Detail informiert. Er plaudert aus dem Nähkästchen: Jene Messgeräte, die die Planer aus Angst vor einstürzenden Häusern am Wall zwischen Lindenweg und Erlenweg aufstellen ließen, hätten ihre Empfindlichkeit bewiesen und Alarm geschlagen – etwa wenn die Anwohner Nägel in die Wand hauten oder ihre Rollläden etwas zu schwungvoll runterließen. Baron verteilt viel Lob – unter anderem an den Projektbeirat und das Bürgerbüro “für die konstruktive Begleitung und Kommunikation der gemeinsam zu bewältigenden großen und sehr sensiblen Aufgabe”.

Anwohnern und Grundstückseigentümern dankt der Regierungspräsident für ihre Geduld, die sie seit Beginn der Sanierungsarbeiten bewiesen hätten und bis zum Abschluss der Arbeiten im Jahr 2011 noch aufbringen müssten. Ein Rundgang durch die Straßen habe ihm gezeigt, die Neuschlößer nutzten die Altlastenbeseitigung auch für eine “Sanierung des Erscheinungsbildes” – viele Anwohner verschönern im Rahmen der Wiederherstellung Garten und Haus zusätzlich aus eigener Tasche. Ein Aspekt, den später auch Lampertheims Bürgermeister Erich Maier anspricht: “Der Stadtteil Neuschloß war schon immer herausragend – nach der Sanierung wird er noch schöner.”

Referatsleiter Altlastensanierug im Hessische Umweltministerium, Mustafa DönmezFür das Hessische Umweltministerium spricht der Referatsleiter Altlastensanierug, Mustafa Dönmez - ein Freund von “Johannes” aus alten Tagen im hessischen Landtag, wie er sich vorstellt. Regierungspräsident Johannes Baron saß für die FDP im Parlament, Dönmez “für eine andere Partei”, sagt er – und meint die Grünen. Dönmez wortspielt, “in Lampertheim macht das Land Boden gut” – und verspricht, man werde dafür auch weiter die nötigen Mittel bereitstellen. Die Kosten habe man weitgehend im Griff, sie lägen etwa zehn Prozent über dem Ansatz.

Kein Dönmez ohne augenzwinkernde Provokation mit handfestem Hintergrund – so auch diesmal. Das Land habe ja schon mehrfach kleine Feiern ausgerichtet zum Abschluss von Sanierungsabschnitten. Für das große Fest am Ende aller Arbeiten sehe er nun die Stadt in der Pflicht. Bürgermeister Maier kontert geschickt zurück: ja, man werde die Feier ausrichten – und sie sogar noch größer machen, wenn es Dönmez tatsächlich mal gelinge, auch die Hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger mitzubringen.

Ortsvorsteher Gottlieb OhlOrtsvorsteher Gottlieb Ohl, Parteikollege Barons, ergänzt, der Ortsbeirat plane schon ein Schlossfest mit Livemusik. Ohl erinnert, nicht alle, die für die Sanierung gekämpft haben, können die Umsetzung erleben. Die Frage aus frühen Diskussionen: “Muss man hier überhaupt sanieren?” beantworte die Menge der Gifte, die aus Boden und Grundwasser geholt werden.

Sanierungsplaner Ulrich Urban von der HIM-ASGSanierungsplaner Ulrich Urban von der HIM nennt die Größen: Er rechnet, dass am Ende 320 Tonnen an Schwermetallen abtransportiert wurden und 250 Gramm Dioxin – “schon ein Gramm Dioxin ist eine Dimension, die ist wahnsinnig”. Die Arbeiten würden sich minimal verzögern: “Ich denke, drei Monate länger kann man bei neun Jahren Sanierung akzeptieren.”

Bürgermeister Erich MaierErnste Worte spricht Bürgermeister Erich Maier: “Wir als Stadt Lampertheim haben hier große Verantwortung, weil wir in Neuschloß die Baugebiete ausgewiesen haben. Zu dieser Verantwortung stehen wir.” Bisher hat das die Stadt 14 Millionen Euro gekostet. Ortsvorsteher Ohl streicht den fairen Umgang mit Neuschloß ebenfalls heraus und dankt dafür.

Chefin der HIM-Sanierer, Birgit Schmitt-Biegel.Die Chefin der HIM-Sanierer aus Biebesheim, Birgit Schmitt-Biegel, erinnert an die Ursache allen Übels in Neuschloß. Die Sodafabrik (Volksmund) habe ein Jahrhundert lang gearbeitet. Jetzt brauchen die nachfolgenden Generationen ein Jahrzehnt, um die Überbleibsel zu sichern oder zu entfernen. Sie wünscht zudem einen unfallfreien Fortgang der Arbeiten.

Sprecherin des Projektbeirats und Vorsitzende des Altlastenvereins, Carola BiehalDie Sprecherin des Projektbeirats und Vorsitzende des Altlastenvereins, Carola Biehal, erinnert daran, wie im Laufe der Arbeiten Häuser zitterten, Nerven blank lagen, die Neuschlößer laut und heftig diskutierten – aber am Ende auch Lösungen fanden. PAN und Verein hätten viele Verhandlungen, Diskussionen und vermittelnde Gespräche geführt. “Nach fast sechs Jahren können wir sagen, alle haben dazu gelernt. Die allgemeine Zusammenarbeit läuft mittlerweile in einem guten Klima und mit gegenseitigem Respekt.”

Altlast-neuschloss.de dokumentiert die komplette Rede des Projektbeirats (pdf).

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PAN diskutiert mit Verwaltung und Gutachtern

Die Stadtverwaltung stellte im Frühjahr ein Gutachten zum Sodabuckel vor, das in einer Empfehlung für die Sanierung mündete. Projektbeirat und Altlastenverein schickten daraufhin einen Brief an die Fraktionsvorsitzenden in der Stadtverordnetenversammlung, die Verwaltung, den Ortsvorsteher und den Forst, in dem wir Fragen und Bedenken vortrugen. Jetzt kamen als Reaktion darauf im Stadthaus Vertreter des Projektbeirats, des zuständigen Ingenieurbüros und der Verwaltung zusammen.
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Lorenz Kirmeier ist tot

Er hat als Vertreter der Neuschlößer mit seinem Engagement mit dazu beigetragen, dass eine der wichtigsten Grundlagen für die Altlasten-Sanierung zustande kam. Am 29. Juli 2009 ist Lorenz Kirmeier gestorben, kurz vor seinem 61. Geburtstag. Lorenz Kirmeier wurde 2000 in den Projektbeirat aufgenommen und war bis zum Sommer 2005 im Vorstand des Altlastenvereins Stellvertretender Vorsitzender.
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SPD tauscht sich mit dem PAN aus

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Die SPD-Fraktion informiert sich vor Ort über die Altlasten auf dem Sodabuckel – und legt dabei auch Wert auf die Meinung von Projektbeirat und Altlastenverein. In dem Treffen fasst Fraktionschef Hans Hahn die Lage zusammen. Die Lampertheimer Zeitung schreibt mit: “Messungen haben Ende 2008 ergeben, dass die Dioxinbelastung auch im flachen Teil des Sodabuckel-Geländes hoch ist. ‘Man muss das Areal also komplett umschichten, neu modellieren und absichern’, meinte Hahn.” Idealerweise solle danach wieder Wald wachsen. Das sei für alle Zeiten am sichersten und erspare Ersatzaufforstungen an anderer Stelle.

Zudem berichtet Hahn, der Magistrat habe den Auftrag vergeben, berechnen zu lassen, welche Mehrkosten entstünden, wenn wieder Wald wüchse. Denn die laut einem Gutachten billigste Lösung für den Sodabuckel erlaube nur Buschwerk, erinnert Oliver Lohmann in der LZ.
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Verein sammelt Unterschriften für Bila

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Der Altlastenverein informierte gemeinsam mit dem Sanierungsexperten der Stadtverwaltung, Stephan Frech, während des Bila-Aktionstags über den Zusammenhang von ICE und Altlasten. Gleich anhängerweise kamen die Interessierten vorbei. Vor dem Schloss wurden sie daran erinnert, dass der Stadtteil ohnehin seit Jahren geplagt ist. Und außerdem, dass die Altlasten jetzt vielleicht erstmals etwas Gutes bedeuten könnten.

Denn praktischerweise will die Bahn genau dort bauen, wo im Wald noch Schadstoffe liegen – was bisher nicht viele wussten. Für den Schienenkonzern bedeutet das: Er kann nicht einfach mit den Baggern anrücken und loslegen. Möglicherweise muss er eine Altlastensanierung vorschalten. Die kostet Geld und – wenn Betroffene Einspruch einlegen – vielleicht auch viel Zeit. Der Rote Hof jedenfalls, der unmittelbar an der Trasse liegt, ist unglaublich hoch mit den schwer giftigen Dioxinen verseucht – zehnmal mehr als der Sodabuckel. Und schon der hat es ja ordentlich in sich, wie Fachleute immer wieder sagen.

Am Stand sammelten wir seitenweise Unterschriften. Viele Autofahrer hielten spontan an, kamen zielstrebig an die Stellwände und fragten gleich nach ihrem Gruß: Wo kann ich unterschreiben?

Mitgliederversammlung in der Presse

Der Südhessen Morgen beschreibt zunächst die Stimmung unseres Treffens: “Das Interesse an der Mitgliederversammlung des Vereins Altlasten Neuschloß war rege. Dennoch blieben Fragen und Kritik aus den Reihen der von der Sanierung betroffenen Anwohner Mangelware. Ein Zeichen für allgemeine Zufriedenheit? Das mochte der unvoreingenommene Beobachter so sehen.” Diese Einschätzung bezieht sich auch auf die Entwürfe der Abrechnungen zur Wiederherstellung, die in diesen Tagen an einige Eigentümer von bereits sanierten Grundstücken verteilt wird.

Bei einem Thema allerdings bleiben wir laut: Ein “heißes Thema”, so der Südhessen Morgen, bleibt laut Carola Biehal der Sodabuckel.
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Der neue Vorstand ist erneut der alte

Die Mitgliederversammlung hat die Führungsspitze des Vereins komplett in ihrem Amt bestätigt – und zwar mit einem beeindruckenden Votum: Alle Kandidaten erhielten – bis auf die jeweils eigene Enthaltung – sämtliche Stimmen der anwesenden Mitglieder. Damit bleibt Carola Biehal die erste Vorsitzende, Dr. Günter Weidenauer zweiter Vorsitzender und Michael Bayer dritter Vorsitzender. Den Vorstand komplettieren Schriftführerin Gabriele Klos, Kassenwart Günter Kirchenschläger sowie Beisitzerin Helga Irrgang und Beisitzer Horst Irrgang. Das Mandat des Vorstands läuft über weitere zwei Jahre. Der alte und neue Vorstand in Personalunion dankt für das Vertrauen.

Infoblatt informiert Anwohner

InfoblattVerein und Projektbeirat informieren die Neuschlößer wieder über die Sanierung mit einem vierseitigen Infoblatt – damit auch jene Anwohner auf dem Stand der Dinge sind, die sich nicht ins Internet einklicken können. Wir haben das Papier in den vergangenen Tagen im Stadtteil in die Briefkästen gesteckt. Wer will, kann sich das Blatt hier als pdf-Dateien runterladen. Es gibt zwei Fassungen: Die Standard-Variante (Seiten 1 und 4, Seiten 2 und 3) sowie die Sonderausgabe zum Bila-Aktionstag mit einer besonderen Titelseite. Viel Spaß!

Mitgliederversammlung am Donnerstag

Fünf Jahre nach den Arbeiten auf ihrem Grundstück müssen sich einige Neuschlößer wieder ausführlich mit der Sanierung beschäftigen: Das Bürgerbüro verteilt in diesen Tagen die Abschlussrechnungen. Sie ermitteln, ob und wie viel Geld die Eigentümer für die Wiederherstellung ihrer Nebengebäude und Gärten dazu geben müssen – zusätzlich zur Beteiligung an den Sanierungskosten von in der Regel 7670 Euro. Die Aufstellung ist ein Thema der Mitglieder­versammlung des Vereins Altlasten Neuschloß am Donnerstag, 25. Juni, 19.30 Uhr, in der Gaststätte Kurpfalz, Forsthausstraße 7.

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Schlagkräftiger Altlastenverein bleibt wichtig

Fünf EuroEin schlagkräftiger Altlastenverein bleibt auch jenen Neuschlößern wichtig, deren Grundstücke bereits saniert sind. Das wurde in der Mitgliederversammlung deutlich. Ein Anwohner hatte beantragt, der Verein möge keine Beiträge mehr erheben und von seinen Ersparnissen leben. Die Versammlung widersprach dem energisch. “Wir haben bisher einfach Glück gehabt, dass wir wenig Geld gebraucht haben”, sagte Gründungsmitglied Ralf Peter. Der Altlastenverein hatte sich im Jahr 2000 formiert, um als juristische Person die Belange der Bürger zu vertreten. Ihm gehört ein Großteil der Haushalte auf der Altlast an: Die meisten der gut hundert Mitglieder leben auf einem der 125 bebauten Grundstücke im Sanierungsgebiet.

Vorsitzende Carola Biehal erläuterte, auf die Anwohner könne auch nach dem Bodenaustausch Ärger zukommen – etwa wenn während der Sanierung Fehler gemacht wurden, deren Folgen sich erst später zeigen. Deshalb sei es wichtig, dass der Verein in solchen Fällen auch künftig den Behörden und Planern kräftig entgegentreten könne. “Wir brauchen das Geld auf dem Konto, damit wir in der Lage bleiben, notfalls auch mal ein Fachgutachten zu bestellen oder vor Gericht zu ziehen”, ergänzte Dritter Vorsitzender Michael Bayer.

Die Mitglieder sahen das fast durchweg genauso. So wurde der Antrag im Laufe der Diskussion zurückgezogen. In einer Umfrage zum Stimmungsbild votierten – außer dem sich enthaltenden ursprünglichen Antragsteller – alle Anwesenden dafür, dass der Beitragssatz weiter so gilt wie bisher. Demnach sind fünf Euro pro Monat fällig; wer will, kann mehr bezahlen.
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Die Mitgliederversammlung in der Presse

Claudia Kölbl berichtet im Südhessen Morgen über die Mitgliederversammlung des Altlastenvereins. Ihr Resümee: “Die Stimmung in Neuschloß bleibt gereizt.” Reizthema Nummer eins sei weiter die Wiederherstellung der Grundstücke nach den Sanierungsarbeiten. “Nach wie vor ärgern sich die Bewohner über Fehler und Mängel. Dazu gehören undichte Dächer oder Garagenböden ohne Gefälle.” Und: “Die Anwohner werden nicht immer informiert oder gefragt, wo es nötig wäre”, wird die erste Vorsitzende Carola Biehal zitiert.

Das Blatt informiert über die Reaktion des Altlastenvereins: “Für die Vereinsmitglieder besteht zudem die Gelegenheit, sich über die eigenen Rechte im Klaren zu werden”, erläuterte Michael Bayer. Zu regelmäßigen Terminen könnten Betroffene juristische Informationen bei einem Rechtsanwalt einholen. In beispielhaften Einzelfällen könne der Rechtsanwalt auch weitergehend tätig werden.
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Verein: Mitgliederversammlung am 15 Mai

Der Verein Altlasten Neuschloß lädt ein zu seiner ordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, 15. Mai, 19.30 Uhr, in der Gaststätte „Kurpfalz“, Lampertheim-Neuschloß, Forsthausstraße 7.
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Mitgliederversammlung in der Presse

Die Mitgliederversammlung, und insbesondere die Probleme der Anwohner mit den Sanierern, sind Thema in der Presse. Die Lampertheimer Zeitung erläutert den Rahmen des Treffens: “Zum einen sollte Vereins-Rechtsanwalt Christoph Kneissl Auskunft über Rechtsfragen geben, außerdem waren auch Oliver Hamann vom Bürgerbüro und Ulrich Urban, Projektleiter der HIM-Altlastensanierungsgesellschaft, zur Versammlung eingeladen.” Der Südhessen Morgen sagt auch warum: “Etliche Anwohner aus dem zweiten Sanierungsabschnitt [machten] ihrem Ärger Luft. Die Wiederherstellung der Gärten und Außengebäude laufe zum Teil nicht wie vorgesehen, Antworten ließen monatelang auf sich waren, die Bauarbeiter reagierten gereizt und lustlos nach dem Motto ‘Augen zu und durch’. Erste Anlaufstelle sei in solchen Fällen eigentlich das Bürgerbüro, das zwischen Sanierern und Anwohner vermitteln solle. “‘Die kommen zwar und gucken, aber Antworten gibt es keine’, lautet ein Vorwurf”, berichtet das Blatt.

Gebe es bei Differenzen rund um Gartenzaun, Rasen und Garage auch mit Hilfe des Bürgerbüros keine Einigung, bleibe nur noch der Weg zur Schiedsstelle, wie Rechtsanwalt Christoph Kneissl erläuterte. Doch soweit muss es nicht kommen. Der Südhessen Morgen zitiert einen Tipp der alten und neuen Vositzenden Carola Biehal: “Nicht warten, bis sich der Ärger bis zur Riesenexplosion aufstaut, sondern gleich und immer wieder das Gespräch suchen. Das ist ganz im Sinne von Projektleiter Urban: ‘Wir müssen wieder auf eine neutrale Basis kommen.’”