Bürgerbüro geht in die Verlängerung

Gute Nachricht für Neuschlößer, die mit der Altlastensanierung noch nicht abgeschlossen haben: Das Bürgerbüro als direkter Ansprechpartner der Anwohner und die Projektleitung der Sanierungsfirma HIM-ASG bleiben ein Jahr länger als geplant in Neuschloß. Allerdings steht ein Umzug an. Details berichtet die Website Neuschloss.net.

Das Who is Who der Altlastensanierung

Promi-Auflauf in Neuschloß beim kleinen Festakt zum Start des vierten Sanierungsabschnitts. Schauen Sie mal, wer dabei war. Hätten Sie alle erkannt?

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Bilder: Michael Bayer

Sachstand der Sanierung

Ende Mai 2009 ist die Bodensanierung im dritten Abschnitt im Linden-, Erlen- und Buchenweg abgeschlossen. Obwohl die Arbeiten hier schwierig sind, gibt es bisher keine großen Probleme. Ein Überblick über den Stand der Dinge.
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Die Presse berichtet über unseren Ärger

Der Südhessen Morgen informiert aus Anlass unseres Faltblatts über Probleme in der Wiederherstellung und unsere Rechtsberatung: “Probleme würden zwar direkt angesprochen, ständig stehe der Verein mit dem Bürgerbüro in Kontakt. ‘Aber das Bürgerbüro ist eben nur die Schnittstelle zu Baufirmen und Subunternehmen – ohne eigene Befugnisse’ “, wird die Projektbeirat-Sprecherin und Altlastenvereins-Vorsitzende Carola Biehal zitiert. Dabei seien die Probleme zum Teil gravierend, wie der Projektbeirat und der Verein Altlasten jetzt in einem Informationsblatt berichteten. Und weiter: “Kratzer kümmern uns nicht, aber ein undichtes Dach schon.”

Viele Anwohner im Sanierungsgebiet hätten sehr viel Geduld bewiesen, vor allem die Älteren. ‘Aber wenn eine 80-jährige Frau sagt: ,Ich kann nicht mehr’, dann muss etwas passieren’”, fordert Carola Biehal. Deshalb weise der Verein seine Mitglieder darauf hin, dass sie kostenlose Rechtsberatung in Anspruch nehmen können.

Der Ärger mit der Wiederherstellung

Öde Baustelle: Die Wiederherstellung dauert oft länger als geplant.Nun wissen wir, warum Anwohner oft viele Monate darauf warten müssen, dass sanierungsbedingte Schäden an ihren Häusern beseitigt werden, dass es in ihre wieder aufgebauten Garagen nicht reinregnet oder dass sie überhaupt ihr Grundstück bearbeiten dürfen: Im Baugewerbe gibt es lange Lieferzeiten, und die Anwohner sind zu anspruchsvoll. So scheint das jedenfalls das Bürgerbüro zu sehen, liest man eine Information, die sich als Osterüberraschung in Neuschlößer Briefkästen fand. Keine Rede ist dort dagegen von offenkundig fehlender interner Abstimmung der Sanierer, in Entscheidungen übergangenen Anwohnern und schlechter handwerklicher Arbeit. Schuld sind immer die anderen. Der Projektbeirat Altlasten Neuschloß (PAN) weist diese Darstellung entschieden zurück – und zeigt mit Beispielen, warum sie nicht haltbar ist.

Dass die Umstände der Wiederherstellung überhaupt zum Thema werden, muss nicht unbedingt etwas mit der Sorge um die Zufriedenheit der Anwohner zu tun haben – auch wenn die Verantwortliche der HIM-Sanierungsgesellschaft, Birgit Schmitt-Biegel, sagt, sie lege wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Betroffenen. Wir haben den Eindruck, nicht minder wichtig aber ist den Verantwortlichen eine gute Presse.
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Mitgliederversammlung in der Presse

Die Mitgliederversammlung, und insbesondere die Probleme der Anwohner mit den Sanierern, sind Thema in der Presse. Die Lampertheimer Zeitung erläutert den Rahmen des Treffens: “Zum einen sollte Vereins-Rechtsanwalt Christoph Kneissl Auskunft über Rechtsfragen geben, außerdem waren auch Oliver Hamann vom Bürgerbüro und Ulrich Urban, Projektleiter der HIM-Altlastensanierungsgesellschaft, zur Versammlung eingeladen.” Der Südhessen Morgen sagt auch warum: “Etliche Anwohner aus dem zweiten Sanierungsabschnitt [machten] ihrem Ärger Luft. Die Wiederherstellung der Gärten und Außengebäude laufe zum Teil nicht wie vorgesehen, Antworten ließen monatelang auf sich waren, die Bauarbeiter reagierten gereizt und lustlos nach dem Motto ‘Augen zu und durch’. Erste Anlaufstelle sei in solchen Fällen eigentlich das Bürgerbüro, das zwischen Sanierern und Anwohner vermitteln solle. “‘Die kommen zwar und gucken, aber Antworten gibt es keine’, lautet ein Vorwurf”, berichtet das Blatt.

Gebe es bei Differenzen rund um Gartenzaun, Rasen und Garage auch mit Hilfe des Bürgerbüros keine Einigung, bleibe nur noch der Weg zur Schiedsstelle, wie Rechtsanwalt Christoph Kneissl erläuterte. Doch soweit muss es nicht kommen. Der Südhessen Morgen zitiert einen Tipp der alten und neuen Vositzenden Carola Biehal: “Nicht warten, bis sich der Ärger bis zur Riesenexplosion aufstaut, sondern gleich und immer wieder das Gespräch suchen. Das ist ganz im Sinne von Projektleiter Urban: ‘Wir müssen wieder auf eine neutrale Basis kommen.’”