Sodabuckel: Stadt setzt auf Transparenz

Bei der beginnenden Sanierung des Sodabuckels setzt die Stadtverwaltung auf Transparenz für die Anwohner. Das wurde mit der Präsentation der Sanierungspläne deutlich, zu der Bürgermeister Gottfried Störmer in den Bürgersaal am Ahornplatz geladen hatte. Gut 30 Anwohner waren dabei. Neuschloss.net berichtet.

Grundwasser gerät ins Blickfeld

Nachdem die bewohnten Grundstücke bald saniert sind, gerät in Neuschloß zunehmend das Grundwasser in den Mittelpunkt des Interesses. “Wir halten es für wichtig, dass die Überprüfung der Grundwassersanierung ergebnisoffen angegangen wird”, sagte Stephan Frech von der Stabstelle Bodenschutz der Stadtverwaltung in einer Diskussion während der Mitgliederversammlung des Altlastenvereins.

Hintergrund: Das Land Hessen erstellt derzeit eine Anaylse, die Kosten und Nutzen der seit Jahren laufenden Grundwassersanierung gegenüberstellt.

Der Projektleiter der Sanierungsfirma HIM-ASG, Ulrich Urban, sagte, die Ergebnisse der Studie würden im Frühjahr veröffentlicht. Zuvor hatte er dargestellt, dass die Wasserreinigungsanlage in Neuschloß große Mengen an Schadstoffen ausfiltert – vor allem das hochgiftige Arsen.

Dieses Arsen im Wasser war ein mit ausschlaggebender Grund, warum vor zehn Jahren die Sanierung auch der Böden überhaupt angegangen wurde, erinnerte die Vorsitzende des Projektbeirats Altlasten Neuschloß (PAN) und Ortsvorsteherin Carola Biehal. “Es wäre unschlüssig, jetzt die Reinigung des Grundwassers nicht weiter zu verfolgen”, fügte sie hinzu.

Der Vorstand des Altlastenverein überlegte in der von Vorstandsmitglied Michael Bayer moderierten Runde, wenn das Ergebnis der Studien sei, dass die Grundwassersanierung gut läuft, spreche nichts gegen eine Fortsetzung. Sinke dagegen der Schadstoffanteil im Grundwasser nicht signifikant, obwohl zugleich große Giftmengen ausgefiltert würden, müssten sogar die Reinigungsarbeiten deutlich intensiviert werden. HIM-ASG-Projektleiter Urban wollte nicht ausschließen, das Letzteres ein Ergebnis der Studie sein könnte.

Zufrieden blickten Sanierer, Stadtverwaltung und Anwohner gemeinsam auf die Sanierung der Grundstücke im Wohngebiet zurück. Der Stadtteil blühe auf – auch weil nach dem Bodenaustausch viele Neuschlößer zusätzlich kräftig aus eigener Tasche in Häuser und Gärten investiert hätten. “Aber”, erinnerte Carola Biehal, “es war nicht immer leicht.” Das gelte auch für die Arbeit der Anwohnervertretung, etwa in Gesprächen mit Behörden und der Stadt.

Optimistisch stimmen Altlastenverein und Projektbeirat die von Stephan Frech präsentierten Pläne für die Sanierung des Sodabuckels. Es handelt sich dabei um eine Abraumhalde der ehemaligen chemischen Fabrik unmittelbar neben dem Wohngelände. Im seitlich ansteigenden Bereich soll eine folienbasierte Sickerwassersperrschicht verhindern, dass Regen tiefliegende Schadstoffe ins Grundwasser schwemmt. Hier werden Sträucher angepflanzt.

Oben entsteht eine Sperre aus mineralischem Material mit dem gleichen Effekt. Hier wird soviel Boden aufgetragen, dass flachwurzelnde Bäume wie Kiefern wachsen können. “Damit bleibt das Erscheiningsbild des Sodabuckels insgesamt in etwa erhalten”, erläuterte Frech.

Projektbeirat und Altlastenverein sehen in der Planung zwei wichtige Forderungen erfüllt: dass es unterirdische Sperrschichten gibt und wieder Wald wächst. Die Arbeiten sollen im Jahr 2014 beginnen.

Neuschlößer Ansichten der Sanierung

Der Altlastenverein lädt ein zu einer besonderen Mitgliederversammlung am Samstag, 24. November: Mit einer kleinen Ausstellung schauen wir zurück auf die harten Jahre für Neuschloß. Mit dabei sind Gäste, die die Altlastensanierung geprägt haben. Der durchaus doppeldeutige Titel der Schau: „Neuschlößer Ansichten der Sanierung.“

Projektbeirat und Altlastenverein hatten beobachtet, dass die Anwohner gerne zur Kamera gegriffen haben, als es vor und an Ihren Häusern zur Sache ging. Die Aktiven baten daher im Sommer die Neuschlößer, ihre Schnappschüsse zur Verfügung zu stellen.

Die schönsten Motive ließ der Vorstand professionell aufbereiten – und hat sie zu einer spannenden Ausstellung zusammengetragen. Zu sehen sein wird auch ein Film, in dem Anwohner von ihren Erfahrungen mit der Sanierung berichten.

Während des Treffens wird auch Gelegenheit sein, gemeinsam mit den Fachleuten auf die wenigen verbleibenden Arbeiten im Wohngebiet zu schauen. Zugleich gerät aber auch die anstehende Sanierung des Sodabuckels vermehrt in den Blick.

Rein formal ist die Veranstaltung zugleich die Mitgliederversammlung des Vereins Altlasten Neuschloß. Beginn ist um 14 Uhr im Bürgersaal, Ahornweg 1.

Einladung als Faltblatt (pdf)

Carola Biehal bleibt Vorsitzende im Verein

Carola Biehal bleibt Vorsitzende des Altlastenvereins. Die Mitglieder haben den kompletten Vorstand für zwei weitere Jahre bestätigt. Biehal war einige Tage zuvor im Ortsbeirat zur Ortsversteherin gewählt worden. Sie geht nicht davon aus, dass sich beide Ämter in die Quere kommen könnten: “Die Ziele sind die Gleichen”, sagte sie in der Mitgliederversammlung im Neuschlößer Gasthaus “Kurpfalz”.

Es gelte, jetzt den Sodabuckel nicht aus den Augen zu verlieren. Bürgermeister Erich Maier will mit Blick auf die Finanzlage der Stadt die geplante Sanierung um zwei bis drei Jahre verschieben. “Wir sehen dieser Entwicklung mit Sorge entgegen”, sagte Biehal.

Die Arbeiten im Wohngebiet schreiten derweil voran: Im August soll auf dem letzten Grundstück die Erde ausgetauscht sein, berichtete Ulrich Urban, Projektleiter vor Ort der HIM-ASG. Danach werden noch die Nebengebäude und Gärten errichtet, was sich vegetationsbedingt ins nächste Jahr ziehen kann. Vorsitzende Biehal machte deutlich, dass für den Verein noch das ein oder andere zu tun bleibt: “Die Sanierung ist zu Ende, wenn der Letzte die Rechnung hat und die Wiederherstellung abgeschlossen ist.”

Wenn dann doch alles vorbei ist und sich der Verein auflöst, gibt es für jene Mitglieder, die bis zum Schluss dabei bleiben, eine Belohnung: Die übrig gebliebenen Beiträge werden wieder ausgezahlt. Und damit die Wartezeit nicht ganz so schwer fällt, stimmte die Mitgliederversammlung dem Vorschlag des Vorstands zu, von sofort an auf die Gebühr zu verzichten. “Wir haben eine gute Basis, um noch agieren zu können”, sagte Kassenwart Günter Kirchenschläger, als er die Finanzlage des Vereins darstellte.

Aufmerksam beobachten will der Vorstand den Verlauf und die Ergebnisse der aktuellen Grundwasseruntersuchung. Auf deren Grundlage soll im Herbst entschieden werden, ob und wann die laufende Sanierung eingestellt wird. Es müsse verhindert werden, dass hier vorwiegend aus Sparzwängen heraus entscheiden werde, warnte Biehal.

Der wiedergewählte Vorstand auf einen Blick: Carola Biehal bleibt die erste Vorsitzende, Dr. Günter Weidenauer zweiter Vorsitzender und Michael Bayer dritter Vorsitzender und Pressesprecher. Den Vorstand komplettieren Schriftführerin Gabriele Klos, Kassenwart Günter Kirchenschläger sowie Beisitzerin Helga Irrgang und Beisitzer Horst Irrgang. Das Mandat des Vorstands läuft über weitere zwei Jahre. Der alte und neue Vorstand in Personalunion dankt für das Vertrauen.

Sodabuckel wird ergänzend untersucht

Die Untersuchungen zur Gefahrenabschätzung des Sodabuckels werden ergänzt. Das ist das Ergebnis eines Fachgesprächs zwischen dem Projektbeirat Altlasten Neuschloß (PAN), der Stadtverwaltung und Berthold Meise, dem technischen Leiter Altlasten beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt. Konkret soll ein weiterer Brunnen gebohrt werden, mit dem Ingenieure Proben nehmen können.

Deren Analyse soll bestätigen, dass der Sodabuckel das Grundwasser tatsächlich nur soweit belastet, dass die gutachterliche Empfehlung zur Sanierung genügt. Der PAN hatte in einem Brief an die Vorsitzenden der Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung, den Ortsbeirat, den Forst und die Verwaltung kritisiert, dass die bisher vorliegenden Daten möglicherweise nicht ausreichen, um über eine Sanierungsvariante guten Gewissens zu entscheiden. Daraufhin stoppte die Verwaltung die Entscheidungsfindung im Stadtparlament. In einem ersten Treffen tauschten die Autoren des Sodabuckel-Gutachtens, Bürgermeister Erich Maier, Frech und PAN ihre Positionen aus.

RP-Experte Meise befürwortete nun am Donnerstag im Lampertheimer Stadthaus aus Gründen der Planungssicherheit die weitere Messstelle. Er geht davon aus, dass nach der Auftragserteilung die bewerteten Untersuchungsergebnisse innerhalb weniger Wochen vorliegen. Die Kosten dafür liegen in solchen Grenzen, dass keine neuen Mittel bereit gestellt werden müssen.

“Wir freuen uns über diese Lösung”, sagte Carola Biehal, die Sprecherin des Projektbeirats. Der Anwohnervertretung sei es stets wichtig gewesen auszuschließen, dass sich nach einer Sanierung des Sodabuckels zeige, dass die Arbeiten nicht weitgehend genug waren – und von vorne beginnen müssen. Die bald größere Datenbasis mache ein solches Horrorszenario für die Anwohner und städtischen Finanzen unwahrscheinlich.

Blicken Sie hinter den Zaun des Sodabuckels – unsere Bildersammlung.

PAN diskutiert mit Verwaltung und Gutachtern

Die Stadtverwaltung stellte im Frühjahr ein Gutachten zum Sodabuckel vor, das in einer Empfehlung für die Sanierung mündete. Projektbeirat und Altlastenverein schickten daraufhin einen Brief an die Fraktionsvorsitzenden in der Stadtverordnetenversammlung, die Verwaltung, den Ortsvorsteher und den Forst, in dem wir Fragen und Bedenken vortrugen. Jetzt kamen als Reaktion darauf im Stadthaus Vertreter des Projektbeirats, des zuständigen Ingenieurbüros und der Verwaltung zusammen.
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LZ fragt Bedenken des PAN ab

Die Lampertheimer Zeitung ist auf die Bedenken von Projektbeirat und Altlastenverein aufmerksam geworden, was die Gutachter-Empfehlung zur Sanierung des Sodabuckels betrifft. Redakteur Oliver Lohmann besuchte uns, um nachzufragen – heraus kam eine sehr gute Beschreibung der Lage (Bild).

Der PAN habe das Papier, das in der Empfehlung einer Sanierungsvariante mündet, “ausgiebig studiert. Und dabei sind den PAN-Mitstreitern Unklarheiten aufgefallen. Diese sollen in einem Gespräch mit der Stadtverwaltung und dem Gutachter CDM am 17. September besprochen werden.” Neben Details zu unseren Bedenken ist in der Folge auch Thema, wie sich eine ICE-Trasse bei Neuschloß auf die Altlasten auswirken könnte.
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SPD tauscht sich mit dem PAN aus

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Die SPD-Fraktion informiert sich vor Ort über die Altlasten auf dem Sodabuckel – und legt dabei auch Wert auf die Meinung von Projektbeirat und Altlastenverein. In dem Treffen fasst Fraktionschef Hans Hahn die Lage zusammen. Die Lampertheimer Zeitung schreibt mit: “Messungen haben Ende 2008 ergeben, dass die Dioxinbelastung auch im flachen Teil des Sodabuckel-Geländes hoch ist. ‘Man muss das Areal also komplett umschichten, neu modellieren und absichern’, meinte Hahn.” Idealerweise solle danach wieder Wald wachsen. Das sei für alle Zeiten am sichersten und erspare Ersatzaufforstungen an anderer Stelle.

Zudem berichtet Hahn, der Magistrat habe den Auftrag vergeben, berechnen zu lassen, welche Mehrkosten entstünden, wenn wieder Wald wüchse. Denn die laut einem Gutachten billigste Lösung für den Sodabuckel erlaube nur Buschwerk, erinnert Oliver Lohmann in der LZ.
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Verein sammelt Unterschriften für Bila

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Der Altlastenverein informierte gemeinsam mit dem Sanierungsexperten der Stadtverwaltung, Stephan Frech, während des Bila-Aktionstags über den Zusammenhang von ICE und Altlasten. Gleich anhängerweise kamen die Interessierten vorbei. Vor dem Schloss wurden sie daran erinnert, dass der Stadtteil ohnehin seit Jahren geplagt ist. Und außerdem, dass die Altlasten jetzt vielleicht erstmals etwas Gutes bedeuten könnten.

Denn praktischerweise will die Bahn genau dort bauen, wo im Wald noch Schadstoffe liegen – was bisher nicht viele wussten. Für den Schienenkonzern bedeutet das: Er kann nicht einfach mit den Baggern anrücken und loslegen. Möglicherweise muss er eine Altlastensanierung vorschalten. Die kostet Geld und – wenn Betroffene Einspruch einlegen – vielleicht auch viel Zeit. Der Rote Hof jedenfalls, der unmittelbar an der Trasse liegt, ist unglaublich hoch mit den schwer giftigen Dioxinen verseucht – zehnmal mehr als der Sodabuckel. Und schon der hat es ja ordentlich in sich, wie Fachleute immer wieder sagen.

Am Stand sammelten wir seitenweise Unterschriften. Viele Autofahrer hielten spontan an, kamen zielstrebig an die Stellwände und fragten gleich nach ihrem Gruß: Wo kann ich unterschreiben?

ICE trifft Altlast


Altlast Neuschloß auf einer größeren Karte anzeigen

Die C-Trasse würde einen Stadtteil treffen, dessen Bewohner schon viele Jahre mit Lärm, Gesund­heitsrisiken und Bauarbeiten leben müssen. Seit 1990 sind die Anwohner akut mit dem Problem Altlasten konfron­tiert – materiell und psychisch eine große Belastung. Seit 2003 müssen sie zudem die Auswirkungen der Sanierung ertragen. Manche Neu­schlößer sind bis zu drei Jahre von den Baggern und Lastwagen berührt.

Gleichzeitig könnten die Altlasten mit dem Bau der Gleise eine neue Gefährdung entwickeln. Denn auch auf der und um die geplante Trasse im Wald schlummern Schadstoffe. Bis­her sind sie nur ansatz­weise unter­sucht. Jede Erdbewe­gung könnte hier hochgradige Gifte freisetzen.

Der Projektbeirat hat eine Faktensammlung zum Thema ICE und Altlast zusammengestellt (pdf-Datei).

Eine Zusammenfassung dieser Debatte können Sie auf FR-online lesen.

Aktionstag: Projektbeirat und Verein beteiligen sich am Bila-Aktionstag. Am Samstag, 27. Juni, informieren wir vor dem Schloss über den Zusammenhang von Altlasten und ICE-Trasse – und natürlich über alles andere, was Sie wissen wollen.

Mitgliederversammlung in der Presse

Der Südhessen Morgen beschreibt zunächst die Stimmung unseres Treffens: “Das Interesse an der Mitgliederversammlung des Vereins Altlasten Neuschloß war rege. Dennoch blieben Fragen und Kritik aus den Reihen der von der Sanierung betroffenen Anwohner Mangelware. Ein Zeichen für allgemeine Zufriedenheit? Das mochte der unvoreingenommene Beobachter so sehen.” Diese Einschätzung bezieht sich auch auf die Entwürfe der Abrechnungen zur Wiederherstellung, die in diesen Tagen an einige Eigentümer von bereits sanierten Grundstücken verteilt wird.

Bei einem Thema allerdings bleiben wir laut: Ein “heißes Thema”, so der Südhessen Morgen, bleibt laut Carola Biehal der Sodabuckel.
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Infoblatt informiert Anwohner

InfoblattVerein und Projektbeirat informieren die Neuschlößer wieder über die Sanierung mit einem vierseitigen Infoblatt – damit auch jene Anwohner auf dem Stand der Dinge sind, die sich nicht ins Internet einklicken können. Wir haben das Papier in den vergangenen Tagen im Stadtteil in die Briefkästen gesteckt. Wer will, kann sich das Blatt hier als pdf-Dateien runterladen. Es gibt zwei Fassungen: Die Standard-Variante (Seiten 1 und 4, Seiten 2 und 3) sowie die Sonderausgabe zum Bila-Aktionstag mit einer besonderen Titelseite. Viel Spaß!

Mitgliederversammlung am Donnerstag

Fünf Jahre nach den Arbeiten auf ihrem Grundstück müssen sich einige Neuschlößer wieder ausführlich mit der Sanierung beschäftigen: Das Bürgerbüro verteilt in diesen Tagen die Abschlussrechnungen. Sie ermitteln, ob und wie viel Geld die Eigentümer für die Wiederherstellung ihrer Nebengebäude und Gärten dazu geben müssen – zusätzlich zur Beteiligung an den Sanierungskosten von in der Regel 7670 Euro. Die Aufstellung ist ein Thema der Mitglieder­versammlung des Vereins Altlasten Neuschloß am Donnerstag, 25. Juni, 19.30 Uhr, in der Gaststätte Kurpfalz, Forsthausstraße 7.

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Sodabuckel: PAN zieht die Bremse

Sodabuckel - GefahrBisher drückten Altlastenverein und Projektbeirat immer aufs Tempo, wenn es um die Sanierung des Sodabuckels ging – jenem Gifthügel also, der hinter der Siedlung liegt und den die Stadt nach den Arbeiten auf den bewohnten Grundstücken angehen will und muss. Doch nun sind wir die Bremser: Wir haben in einem Brief an die Fraktionen der Parteien im Stadtparlament, an Bürgermeister Erich Maier und den Ortsbeirat darum gebeten, die geplante Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung über die Grundlagen der Sodabuckel-Sanierung Anfang Juli zu stoppen. Das klingt überraschend, hat aber triftige Gründe. Vielleicht haben wir sowas wie die Notbremse gezogen.
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Wald für den Sodabuckel?

Wald auf dem SodabuckelDer Ortsbeirat strebt geschlossen an, dass nach der Sanierung des Sodabuckels wieder ein Wald entsteht. Bisher gingen viele davon aus, dass eine solche Folgenutzung zu teuer werden könnte. Volker Harres, SPD-Beiratsmitglied und Revierförster, sowie Paul Schneider (FDP) rechneten vor, dass der Baumbewuchs kaum teurer komme als eine Sanierung ohne. Am Ende forderte das Stadtteilparlament den Magistrat einstimmig auf, die Mehrkosten für einen Wald genau zu ermitteln. (Zum Wald auf dem Sodabuckel siehe auch unsere Fotostrecke Blick hinter den Zaun.)
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Ortsbeirat in der Presse

Oliver Lohmann berichtet in der Lampertheimer Zeitung über die Bedenken des Projektbeirats in Bezug auf die Variantenstudie, wie der Sodabuckel saniert werden soll: “Der Projektbeirat Altlasten Neuschloß (PAN) hatte politische Entscheidungsträger in Lampertheim angeschrieben und darauf hingewiesen, dass das Fachgutachten einige Fragen offen lasse.” Es bestehe die Möglichkeit, dass das Gefährdungspotenzial für das Grundwasser höher ist als bisher angenommen. Bürgermeister Erich Maier “versicherte, über die PAN-Bedenken wolle man sich nicht hinwegsetzen. Alle Beteiligten sollten sich an einen Tisch setzen, um zu einem für alle tragfähigen Ergebnis zu kommen.”

Uwe Rauschelbach geht im Südhessen Morgen ins Detail – und lobt die Neuschlößer Initiativen.
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Sodabuckel in der Politik

Die Stadtverwaltung präsentiert den politischen Gremien ein Gutachten, das drei Sanierungsvarianten für den Sodabuckel vorstellt. (Wir erläutern das Werk an dieser Stelle.) Die Presse berichtet über die Diskussionen im Ortsbeirat und den Stadtentwicklungs- und Bauausschuss. Lesen Sie unsere Zusammenfassung der Debatten.
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Der Dioxinwall ist überall

Beim Sodabuckel gilt eines schon immer: Je genauer man hinschaut, desto gefährlicher wird er. Jetzt hat die Stadtverwaltung einmal mehr Gutachter auf den eingezäunten Hügel geschickt. Die Fachleute sollten klären, wie die Kommune die Abfallhalde der ehemaligen chemischen Fabrik sichern lassen kann. Raus kamen drei Varianten, eine Empfehlung – und die Erkenntnis, dass der Sodabuckel vielerorts noch weit mehr mit dem Seveso-Stoff Dioxin vergiftet ist als auf dem Dioxinwall, der bisher als Belastungsschwerpunkt galt.

Die Werte liegen in der Spitze 58-mal höher als es in Gärten erlaubt wäre oder – ein Vergleich, der noch besser passt – ewa 290-mal höher als auf Kinderspielplätzen erlaubt. Der Sodabuckel war ja mal ein städtischer Kinderspielplatz. Vor allem die flachen Stellen sind betroffen in der Verlängerung des Alten Lorscher Wegs und entlang des Wegs zur Trimm-Dich-Strecke in Richtung Bürstadt. Der Buckel selbst ist weniger mit Dioxin belastet – dafür umso mehr mit Schwermetallen.

Die Gutachter diskutieren drei Varianten zur Sanierung


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Sodabuckel: Politik soll aktiv werden

Der Sodabuckel rückt wieder ins Blickfeld der Lampertheimer Kommunalpolitik. Jüngst kam der Arbeitskreis Altlasten zusammen, in dem Vertreter der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, der Stadtverwaltung und des Projektbeirats miteinander die Sanierung in Neuschloß besprechen.

Die Stadtverwaltung hat eine Voruntersuchung erstellen lassen, wie man den Sodabuckel sanieren könnte. Die Fraktionen sind aufgefordert, sich gleich in den ersten Wochen des neuen Jahres mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dabei wird es um viel Geld gehen – und auch schon darum, wie der Sodabuckel später einmal genutzt werden soll. Mehr dazu in Kürze.

Der Projektbeirat wird gelobt

Die FDP aus Kreis, Stadt und Stadtteil hat ihren EU-Abgeordneten Wolf Klinz nach Neuschloß eingeladen. Gekommen waren auch Ulrich Urban, Projektleiter der Altlastensanierung, Bürgermeister Erich Maier und Carola Biehal vom Projektbeirat Altlasten Neuschloß (PAN), wie die Lampertheimer Zeitung berichtet. Die große Frage war: Kann Lampertheim aus Brüssel Geld für die Sanierung des Sodabuckels erwarten?

Die Antwort kurz gefasst: eher nicht. Dafür aber, so eine Idee der Politikerrunde, vielleicht von der Deutschen Bahn, die für den Bau der ICE-Trasse Ausgleichsflächen brauche, sie aber nicht habe. “Vielleicht könnte man den Sodabuckel sanieren und als Ausgleichsfläche nehmen”, überlegte FDP-Kreisvorsitzender Frank Sürmann – der die Idee nach eigenen Angaben in die Gremien der Metropolregion Rhein-Neckar einspeisen will.

Der Südhessen Morgen erwähnt, im Pressegespräch habe EU-Mann Klinz “das bürgerschaftliche Engagement” durch den Projektbeirat Altlasten Neuschloß gewürdigt. “Das ist nicht selbstverständlich”, sagte Klinz an Biehal gewandt, “sondern aller Ehren wert”.