Monat: Januar 2020

Altlastenverein blickt zurück und löst sich auf

Gut 30 Jahre, nachdem die flächendeckende Belastung mit Altlasten erkennbar wurde, schließt Neuschloß mit den Hauptkapiteln der Sanierung ab. Der Altlastenverein organisierte in einer Mitgliederversammlung seine Abwicklung. Aber die Sicherung der Überreste der chemischen Fabrik wird unseren Stadtteil noch das angefangene Jahrzehnt über begleiten.

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STORY: Giftige Idylle – die Sanierung im Wald

Den feinen Neuschlößer Sand verwendete die chemische Fabrik Ende des 19. Jahrhunderts für ihren Kunstdünger. Die entstandenen Mulden im Wald füllte sie mit Bauschutt und Chemikalienresten. Deshalb liegen heute in unmittelbarer Nähe der Bebauung Schadstoffe in schwindelerregenden Dimensionen. Von der geplanten Sicherung sind auch Grundstücke im Fichtenweg betroffen.

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Wissenschaftler der Universität Heidelberg entnehmen Wasserproben auf dem Testfeld im Ulmenweg.

STORY: Grundwasser – die kleine Revolution

Das Grundwasser ist voller Arsen; Experten gehen von bis zu zehn Tonnen aus. Eine Größenordnung, die die bisherige Sanierungstechnik überfordert. Wissenschaftler der Universität Heidelberg entwickeln deshalb in Neuschloß ein weltweit neues Verfahren. Nach erfolgreichen Tests startet die großtechnische Umsetzung seit 2020 durch.

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Blick auf die Modellierungsarbeiten auf dem Sodabuckel.

STORY: Sodabuckel – die umstrittene Sicherung

Es braucht heftige Debatten zwischen Projektbeirat und Kommunalpolitik, bis die Stadt Lampertheim die Sicherung der Abfallhalde der ehemaligen chemischen Fabrik gründlich angeht. Umstritten ist aus Kostengründen vor allem die Frage, ob darauf wieder Wald wachsen soll. Ja heißt am Ende die Antwort – doch zu sehen ist davon bisher wenig.

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STORY: Bodensanierung im Wohngebiet – der große Kampf

Am Anfang will die Gefahr kaum jemand wahrhaben – Verantwortliche der Stadt genauso wenig wie viele Anwohnerinnen und Anwohner. Dann kämpft der Stadtteil, vereint in Altlastenverein und Projektbeirat. Und wird bekannt als größte bewohnte Altlast Hessens – und dank der Bürgerbeteiligung zum bundesweiten Vorbild. Die große Geschichte der Altlastensanierung im Ortskern von Neuschloß.

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Altlastenverein will sich im Januar auflösen

Vor 20 Jahren gründete Neuschloß seinen Altlastenverein – als Ergänzung zum Projektbereirat, den die Betroffenen bereits 1994 gewählt hatten. Ziel des Vereins war, ein Rahmenvertrag mit Stadt und Land für die Sanierung unserer Grundstücke zu erreichen – und die Arbeiten bis zum Schluss zu begleiten. Beides ist geschafft, endgültig mit dem Ablauf der letzten Gewährleistungsfristen der Baufirmen. Deshalb hat der erweiterte Vorstand im Dezember die Auflösung des Vereins beschlossen. Eine Mitgliederversammlung soll Ende Januar die Details klären.

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PAN vertritt weiter die Neuschlößer in Altlastenfragen

Es war eine wichtige Nachricht, die Carola Biehal als Sprecherin des Projektbeirats Altlasten Neuschloß in der Bürgerkammer verkündete: Der PAN vertritt die Neuschlößer auch in den verbleibenden Sanierungsfragen. Bedeutend ist das deshalb, weil die Landespolitik inzwischen die Rechtsgrundlage für die Arbeit des Projektbeirats aus dem Hessischen Altlastengesetz gestrichen hat. Umso relevanter ist die Zusage der Stadtverwaltung, dass der PAN als erfahrener Vertreter der Anwohnerinnen und Anwohner akzeptiert bleibt.

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