ICE-Trasse – das große Nebenthema

Die Bila stellt dem Regierungspräsidenten die Bedenken gegen ICE-Gleise bei Neuschloß vor.Ortsvorsteher Gottlieb Ohl hat es getan, Bürgermeister Erich Maier ebenso und auch die Sprecherin des Projektbeirats, Carola Biehal: Sie nutzten den Promi-Aufmarsch in Neuschloß beim Sanierungs-Festakt, um auf die nächste große Gefährdung für den Stadtteil hinzuweisen – eine ICE-Trasse quer durch den Lampertheimer Wald und direkt an den Häusern vorbei. Eine kluge Aktion.

“Je nach Trassenführung wird die Variante C mehr oder weniger die Altablagerung Roter Hof tangieren”, sagte Biehal. “Diese Altlasten könnten, mit dem Bau der Gleise, eine neue Gefahr für die Bewohner in Neuschloß auslösen.” Wer den Regierungspräsidenten Johannes Baron beobachtete, konnte sehen, dass er diesen Worten sehr aufmerksam lauschte. Der RP ist am Genehmigungsverfahren für die ICE-Trasse beteiligt.

Nach den offiziellen Reden wurde Baron von Bürgermeister Maier wie zufällig an einen Tisch begleitet. Dort saßen dann Vertreter der “Bürgerinitiative Lampertheim ‘Lebensraum vor ICE-Trasse!’” – wie üblich gut vorbereitet. Sie zückten einen Plan aus der Tasche, mit dem sie dem Regierungspräsidenten die Auswirkungen der C-Trasse deutlich veranschaulichen konnten. Am Ende des Gesprächs sprangen erwartungsgemäß zwar keine Zusagen raus, aber Baron sagte immerhin: “Okay, ich bin jetzt gebrieft” – will sagen, ich kenne Ihr Anliegen.

Auch an anderen Tischen war die ICE-Trasse häufig Thema. Lampertheim hat im Kampf gegen die Gleise eine gute Gelegenheit gut genutzt.


 
 
 

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