Über uns

Der Projektbeirat Altlasten Neuschloß (PAN) besteht seit 1995 aus gewählten, ehrenamtlichen Bürgern. Er ist aus einer Interessengemeinschaft hervorgegangen, die seit 1990 arbeitete. Der Projektbeirat soll Mittler sein zwischen den Anwohnern, den Behörden und den Sanierungsfirmen. Das Hessische Altlastengesetz bestimmt in Paragraf 11, Absatz 4 und 5, dass die Aktiven den Behörden Empfehlungen für deren Entscheidungen geben können. So ist der PAN in verschiedenen Behördenrunden vertreten, beispielsweise mit dem Hessischen Umweltministerium, dem Regierungspräsidium und der Stadt Lampertheim.

Zum Projektbeirat gehören zwölf Mitglieder. Seit Juli 2005 arbeitet als Sprecherin Carola Biehal, stellvertretender Sprecher ist Dr. Günter Weidenauer. Um die Presse kümmert sich Michael Bayer.


Der Verein Altlasten Neuschloß hat sich, initiiert vom Projektbeirat, im Jahr 2000 gegründet und wurde 2001 ins Register eingetragen. Sein Zweck ist laut Satzung “die Unterstützung der altlastbetroffenen Bewohner und Grundstückseigentümer in Lampertheim- Neuschloß gegenüber staatlichen Stellen und Dritten sowie die Förderung der Altlastensanierung”. Der Verein kann – im Gegensatz zum Projektbeirat – als juristische Person die Belange der Bürger vertreten. Ihm gehört ein Großteil der Haushalte auf der Altlast an: Die meisten der gut hundert Mitglieder leben auf einem der 125 bebauten Grundstücke im Sanierungsgebiet.

Bisher wichtigstes Projekt des Vereins ist das Rahmenabkommen mit dem Land Hessen und der Stadt Lampertheim, das nach langwierigen Gesprächen im Jahr 2002 zustande kam; auf dieser Grundlage schlossen und schließen die Anwohner nach und nach ihre Einzelsanierungsverträge ab. Bezahlt von den Mitgliedsbeiträgen, besorgt der Verein einen kompetenten juristischen Beistand, den sich einzelne Anwohner selten leisten können.

Die Führungsspitze des Vereins ist derzeit identisch mit der des Projektbeirats: Carola Biehal ist die erste Vorsitzende, Dr. Günter Weidenauer zweiter Vorsitzender und Michael Bayer dritter Vorsitzender. Den Vorstand komplettieren Schriftführerin Gabriele Klos, Kassenwart Günter Kirchenschläger sowie Beisitzerin Helga Irrgang und Beisitzer Horst Irrgang. Das Mandat des Vorstands läuft über zwei Jahre.

 

Andere über uns

Im Südhessen Morgen vom 20. November 2002 kommentiert Uwe Rauschelbach unsere Arbeit anlässlich der bevorstehenden Unterzeichnung des Rahmensanierungsvertrags. Unter der Überschrift “Respekt” heißt es, die Sprecher der von der Sanierung betroffenen Grundstückseigentümer müssten nicht bescheiden sein. “Wenn die Mitglieder des Vereins Altlasten heute abend den allgemeinen Teil der Einzelvereinbarungen verabschieden werden, steht die Bevölkerung des Stadtteils kurz vor dem Ziel: die Sanierung der Grundstücke auf dem ehemaligen Betriebsgelände der chemischen Fabrik.”

Der Autor erinnert dann, seit 1990 seien die Interessenvertreter des Stadtteils “durch Himmel und Hölle gegangen. Auch so kurz vor dem Ziel wirkt das Trauma dieser Zeit nach, in der es eigentlich nie Gewissheit über den Fortgang der Sanierungsvorbereitungen in Neuschloß geben konnte. Während Politiker und Sachbearbeiter kamen und gingen, wurden Versprechungen gebrochen, Gesetze geändert und mühsam ausgehandelte Rahmenbedingungen immer wieder für hinfällig erklärt. Stets wurden die Repräsentanten des Stadtteils von der Frage nach dem Sinn ihrer Tätigkeit gequält, an der sie dann doch verbissen festhielten, um Neuschloß nicht völlig aufzugeben.”

Aber es habe sich gelohnt: “Jetzt zahlen sich, so scheint’s, ihre Bemühungen endlich aus. Sie haben auf vorbildliche Weise demonstriert, dass sich bürgerschaftliches Engagement lohnt. Ihnen gebührt großer Respekt.”


Der Landkreis Bergstraße zeichnet im Jahr 2002 den Projektbeirat mit seinem Umweltpreis aus. Der Erste Kreisbeigeordnete Jürgen Lehmberg (CDU) stellt heraus, der PAN beschränke sich nicht auf den Schutz der Bewohner, sondern verfolge auch das Ziel, die vorhandene riedtypische Natur zu schützen. Mit der Ehrung verbunden sind eine Urkunde und ein Scheck über 1022 Euro.